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In Ettal kann man seine Freiheit nutzen

Tobias Schmitt (Abitur 2012) über seine Zeit im Internat

Ich selbst kam erst mit 16 Jahren nach Ettal ins Internat, direkt in die Oberstufe. Meine Entscheidung, in ein Internat zu gehen, fiel freiwillig. Völlig bewusst suchte ich damals nach einem katholischen Internat in Bayern. Ich wollte schon immer nach Bayern. Dies war ein lang gehegter Traum. Und bis heute will ich nicht hier weg. Dass das Internat katholisch sein sollte, stand für mich außer Frage. Schon damals war für mich klar, dass ich nach dem Abitur Theologie studieren würde. Inzwischen stehe ich kurz vor dem Abschluss.

Die Entscheidung für ein katholisches Internat kann ganz verschiedene Gründe haben. Christliche Werte. Kulturelle Hintergründe. Renommierte Namen. Und nicht zuletzt auch den Glauben, den man vertiefen möchte. Bei mir war letzteres ausschlaggebend.

Im Schatten des Klosters wollte ich dem intensiver auf den Grund gehen, was mich bereits damals schon seit Jahren beschäftigte: der Glaube an Gott und ein Leben, das völlig auf ihn, Quelle und Ursprung alles Seins, ausgerichtet ist.

So zog ich also 2010 nach Ettal und war erst einmal erstaunt, wie anders, wie viel katholisch geprägter, ich mir das Internat vorgestellt hätte. Immer wieder blitzten christliche Elemente hervor. Das Tischgebet. Die Sonntagsmesse. Und natürlich die Mönche als Erzieher. Dennoch war es nie ein aufdrückend oder anbiedernd wirkendes „christlich Prägen“. Vielmehr hat es dem Alltag einen schönen Rahmen gegeben, mit dem jeder gut leben konnte. Wer mehr wollte, durfte sich dies freiwillig suchen. Möglichkeiten wurden einige geboten: Von der „Gemeinschaft christlichen Lebens“ (GCL) über den Ministrantendienst bis hin zum Erleben des Stundengebetes oder der Messen in der Basilika war einiges geboten.

Ich nahm dieses Angebot sehr gerne und sehr gehäuft an. Immer jedoch in dem Maße, das ich für mich für momentan richtig hielt. So gelang es mir in den zwei Jahren Ettal mein Glaubensleben zu intensivieren und auszubauen. Die Kontakte zum Kloster gaben mir tiefe Einblicke in die katholische Welt und prägen mich bis heute. Gott schenkt uns Menschen die Freiheit, uns für ihn zu entscheiden. Ettal bietet eine exzellente Möglichkeit, diese Freiheit für sich individuell zu nutzen.


Tobias SchmittTobias Schmitt

hat 2012 sein Abitur in Ettal gemacht. Der gebürtige Rheinland-Pfälzer kam für die letzten beiden Schuljahre ins Klosterinternat nach Bayern. Heute steht er kurz vor dem Abschluss seines Theologie-Studiums in Regensburg.