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Prävention

Kinder und Jugendliche sind in unserer Gesellschaft unterschiedlichsten Gefahren ausgesetzt. Drogen und Süchte, Gewalt und Unterdrückung, sexueller Missbrauch und Mobbing können Leben zerstören. Vielfältige Präventionsangebote sollen die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, zu reifen und zu selbstbestimmten Menschen zu werden, und so diesen Gefahren nicht unvorbereitet zu begegnen.

Nachdem im Jahr 2010 Missbrauchs- und Misshandlungsfälle der vergangenen Jahrzehnte bekannt wurden, begann in Kloster, Schule und Internat ein vertiefter Prozess der Aufarbeitung. Neben der individuellen Entschädigung der Opfer ließ die Benediktinerabtei Ettal als erste katholische Institution die Vorfälle wissenschaftlich durch das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) untersuchen und stellte diesen Bericht 2013 der Öffentlichkeit vor.

In Zusammenarbeit mit dem Verband der katholische Internate und Tagesinternate e.V. sowie einer Reihe von externen Fachleuten wurde in den vergangenen Jahren ein Präventionskonzept erstellt, das kontinuierlich weiterentwickelt wird und organisatorische Maßnahmen in Schule und Internat, Fortbildungen für Lehrer und Erzieher, als auch altersgerechte Kommunikation und Trainings für die Schüler einschließt. In regelmäßigen Evaluierungen wird die Wirksamkeit und Aktualität überprüft.

Folgenden Fragen gehen wir in unserer Präventionsarbeit nach:

Welches Konzept bildet die Grundlage?

Als Handlungsanweisung für Fälle von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche gilt die Handreichung des Verbandes der katholischen Internate und Tagesinternate e.V. (als Download erhältlich bei: www.katholische-internate.de), welche sich an den Leitlinien der deutschen Bischofskonferenz orientiert.

Gibt es externe Fachberater?

Im Fall oder auch bei Verdacht von sexualisierter Gewalt im Internat kann man sich jederzeit an unsere externen Ansprechpartner wenden. Diese sind:

Direkte Ansprechpartnerin für das Kloster Ettal:
Frau Rechtsanwältin Monika Endraß

Fachliche Beratung:
Kibs – München
Caritas Sozialstation Garmisch-Partenkirchen

Zu welchen Maßnahmen hat sich das pädagogische Team des Internates verpflichtet?

Alle pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Fortbildungen zum Thema sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen teil.

Um den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zu bieten, verschiedene Ansprechpartner zu haben bzw. Vertrauen zu verschiedenen Präfekten aufbauen können, werden alle Schülergruppen von Präfektenteams begleitet. Es ist uns wichtig, dass mehrere Präfekten vor allem die neuen Schüler kennenlernen, so dass etwaige Veränderungen in der Persönlichkeit erkannt und auch kommuniziert werden. Dies gilt nicht nur für den Verdacht auf Misshandlung oder Missbrauch, sondern ist grundsätzlich sehr hilfreich, da man auch als Präfekt nicht alleine ist, sondern sich im Team austauschen und beraten kann.

Hierbei helfen wöchentliche Teamsitzungen und Gespräche mit den gewählten Schülervertretern, klassenübergreifende Unternehmungen der Schülergruppen sowie teaminterne Fortbildungstage.

 Was ist das Ziel unserer Präventionsarbeit?

Die Schülerinnen und Schüler sollen in ihrer Persönlichkeit so gestärkt werden, dass sie sich trauen, ihre Befindlichkeiten in Bezug auf Grenzverletzungen durch Erwachsene zu äußern und gleichzeitig ein Gespür füreinander zu entwickeln das die individuellen Grenzen der Anderen erkennt, respektiert und achtet.

Hierzu finden in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen durch externe Fachleute für unsere Schülerinnen und Schüler sowohl im Gymnasium als auch im Internat statt.